27.01.2011 - Gemeinde/ Stadt
Themengebiet: Kommunales, Ländlicher Raum, Nordhessen, Wohnungs- und Städtebau
Eschwege soll Gestaltungssatzung bekommen
Eschwege soll eine Gestaltungssatzung für die Altstadt bekommen. Dies teilt CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Schneider mit: „Mit der Gestaltungssatzung soll das äußere Erscheinungsbild der Innenstadt geregelt werden. Wir wollen die städtebauliche Qualität der Altstadt erhalten und weiter ausbauen“, erklärt der Christdemokrat.
„Um ein gepflegtes und einheitliches Ortsbild zu erreichen, wie es in vielen Orten in Deutschland seit Jahren selbstverständlich ist, insbesondere in Touristenstädten, braucht es allerdings einiger Regeln“, so Schneider weiter.
So müsse die Frage geklärt werden, wie Außenwerbung an Gebäuden angebracht werden kann oder auch, wie mit Verkaufsständen im Straßenraum umgegangen werden soll. „Um es deutlich zu sagen: Wir wollen nicht, dass jeder eine riesige Neonreklame an ein Fachwerkhaus schrauben kann oder die Straße als erweitertes Schuhlager verwendet wie es aktuell am oberen Stad praktiziert wird.“
Die CDU sieht die Gestaltungssatzung als Ergänzung zu der Neuordnung des öffentlichen Raums, die sich derzeit in der Planung befindet und mit deren Umsetzung auch Laternen, Müllkübel, Bänke und ähnliches vereinheitlicht werden sollen.
„Wir wollen das für Eschwege Typische herausarbeiten und stärken. Das ist nicht nur für den Tourismus wichtig“, so Schneider. Es gehe nicht um reglementieren, sondern darum, zukunftsorientiert zu gestalten. Die Identität solle erlebbar gemacht und auch Neubauten ermöglicht werden
Überlegt werden müsse auch, wie bei der energetischen Sanierung von Außenfassaden mit den Abständen zwischen Gebäuden und dem eventuellen Hineinragen in den öffentlichen Raum umgegangen werde.
Die CDU wird in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag stellen, der den Magistrat beauftragt, eine Satzung vorzubereiten. „Gestaltungssatzungen haben sich in vielen anderen Städten seit Jahren bewährt. Diese Erkenntnisse sollten wir uns dabei zu Nutze machen und vor allem die Bürger bei diesem Prozess auch mitnehmen“, sagt Schneider abschließend.
Schlagworte: Gestaltung des öffentlichen Raumes, Innenstadt