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Eschwege
Existenz des Tierheims Eschwege gefährdet
27.09.2010 - Gemeinde/ Stadt
Autor: CDU - KV Werra-Meissner
Existenz des Tierheims Eschwege gefährdet

MdL Landau sorgt sich um die Zukunft des Tierheims

Landesweit bangen die Tierheime um ihre Existenz, berichtet der Landtagsabgeordnete Dirk Landau (CDU). Die Zahl der abgegebenen Tiere und die Kosten steigen, Spenden und Zugänge aus Testamenten gehen zurück. Aus den Mitgliedsbeiträgen allein sind die Tierschutzvereine nicht in der Lage, die Kosten für die Tierheime zu tragen. Auch das Tierheim in Eschwege blickt mit Sorge in die Zukunft. Bei einem Besuch vor Ort wurden Landau die Probleme vorgetragen. Mit einem Aufruf hat sich der Christdemokrat deshalb jetzt an die Bürgermeister im Kreis gewandt.

Die Kommunen hatten vor vielen Jahren eine Vereinbarung getroffen, wonach sie dem Tierheim Eschwege je Bürger und Jahr einen festen Betrag als Zuschuss zuweisen wollten.

"Das liegt lange zurück und nicht wenige haben inzwischen angesichts der finanziellen Situation in ihrer Kommune von dieser Vereinbarung Abstand genommen", so Landau. Das Dilemma der Städte und Gemeinden sei dabei durchaus nachzuvollziehen: Einerseits gelten die Zuschüsse an das Tierheim als "Freiwillige Leistung" und werden durch das Rechnungsprüfungsamt infrage gestellt, andererseits sind die Kommunen nach der Gefahrenabwehr-Verordnung verpflichtet, sich dem Problem herrenloser Tiere anzunehmen.

Im Durchschnitt zahlen die Kommunen zurzeit einen Betrag von knapp 11 Cent je Einwohner und Jahr als Zuschuss an das Tierheim, die Gesamteinnahme aus den Kommunen beläuft sich auf rund 12.800 Euro. Damit kann nur ein Bruchteil der Kosten des Tierheims gedeckt werden, eine erhebliche Unterfinanzierung und ein Investitionsstau sind die Folge.

Landau bittet die Bürgermeister eindringlich, das Thema im Rahmen einer der nächsten Bürgermeister-Dienstbesprechungen zum Gegenstand der Tagesordnung zu machen und bei den anstehenden Haushaltsberatungen eine Anhebung Ihres Zuschusses an das Tierheim auch bei finanziell schwierigen Engpässen in Erwägung zu ziehen.

Der Abgeordnete verweist darauf, dass die landesweite Situation inzwischen im Landtag - weitgehend einvernehmlich diskutiert wird.