29.01.2012 - Gemeinde/ Stadt
SPD verweigert Erneuerung des Gebäudebestandes in der Kreisstadt
Mit Entsetzen hat die Eschweger CDU-Fraktion die Ablehnung ihres Antrags zur strategischen Überprüfung und Optimierung des Gebäudebestandes durch die SPD zur Kenntnis genommen: "Die Sozialdemokraten haben aus purer Sturheit und Borniertheit die Diskussion über ein wichtiges Zukunftsthema unserer Stadt verweigert", erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Schneider im Nachgang der Stadtverordnetensitzung.
Die Christdemokraten wollten mit ihrem Antrag erreichen, dass der komplette Immobilienbestand strategisch überprüft wird und ein Konzept für die Zukunft erarbeitet wird. Dabei ging es unter anderem auch um die Frage, die Gebäude energetisch zu optimieren und mit Strom aus Erneuerbaren Energien zu versorgen.
Bei den städtischen Mietwohnungen wollte die CDU erreichen, dass die Ergebnisse der "Entwicklungsstrategie Wohnen" berücksichtigt werden und die Stadt Wohnungen schafft, die die Nachfrage decken. "Wir wissen, dass Eschwege ein Überangebot an mittleren Wohnungen hat und eine Nachfrage nach kleineren Single- und nach größeren Familienwohnungen besteht. Dieser Nachfrage wollten wir Rechnung getragen haben", so Schneider. Die SPD habe das Thema "nicht verstanden und auch nicht verstehen wollen" und nur auf die Energiefrage reduziert.
"Die Eschweger Bürger erwarten, dass die gewählten Stadtverordneten gemeinsam die Probleme unserer Stadt lösen. Die SPD sieht allerdings alles nur durch die Parteibrille und ist nicht zum konstruktiven Dialog bereit. Wir haben das schon beim Windelbonus erlebt, einer von der Bevölkerung gut aufgenommenen Maßnahme, die gestrichen wurde, weil der Antrag von uns gekommen war", sagt der Christdemokrat.
Schneider kündigte an, dass die CDU weiter konstruktiv mit aller Kraft an der Zukunft der Stadt weiterarbeiten werde. "Die Bürger haben uns bei der Kommunalwahl gestärkt, weil sie wollen, dass wir entscheidend an der Gestaltung unser Heimatstadt mitwirken. Wir haben diesen Auftrag angenommen und werden weiter versuchen, unsere guten Ideen in Anträgen und in die öffentliche Debatte einzubringen", sagt Schneider abschließend.
Schlagworte: Eschwege, Liegenschaften, Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung